Den Autor kenne ich schon einige Jahre als Kopf der
Simulacron Story, die wir in Second Life jahrelang als bestimmendes Roleplay
kennengelernt haben. Nun hätte ich zwar endlich den ersten Band dieser
faszinierenden Saga um die Protagonistin Laurina Hawks erwartet, verstehe aber
auch, dass die drei Autoren (Wissdorf mit zwei amerikanischen Co-Autoren) noch
Zeit brauchen, dieses sehr umfangreiche Projekt marktreif zu entwickeln,
respektive zu schreiben.
Nun kommt der Kopf der Simulacron Story plötzlich mit einem
neuen Roman, den er quasi "zwischengeschoben" hat, sozusagen als
Vorbereitung auf die Simulacron Saga: Yanthalbor, einem Fantasy Roman, der zwar
inhaltlich nichts mit der Saga um Grandmaster Hawks zu tun hat, der aber
thematisch durchaus Berührungspunkte hat. Wissdorf selbst meinte in einem
Interview dazu, dass "Yanthalbor den Boden für Simulacron" bereite.
Aus diesem Grund neugierig geworden, riskierte ich einen
Blick - und war sofort fasziniert. Die Geschichte um den Protagonisten Jan
Talborg, in der Welt Rikas dann als "Yanthalbor" eingeführt - strotzt
geradezu von Einfällen und unerwarteten Wendungen. Inwieweit die Geschichte mit
der Simulacron Saga korrespondiert wird allerdings erst am Schluss klar.
Hier muss ich auch ein wenig Kritik üben: so spannend die
Story ist, der Leser wird meiner Meinung nach doch ein wenig zu lange auf die
Folter gespannt. Das war natürlich Absicht des Autors, der sich seinen
Offenbarungshammer für das furiose Ende aufgehoben hat, aber ich hätte durchaus
mit mehr Hinweisen leben können.
Hinweise worauf? Dazu muss man dann halt doch lieber selber
lesen: wie kam Yanthalbor in die Welt "Rikas"? Warum soll er eine
gewisse Satara "vernichten"? Welche Gefahr droht dieser Welt? Das
sind natürlich die spannenden Kernfragen, die den Leser durch das Buch treiben.
Bis diese Fragen geklärt sind, erlebt man aber mit
Yanthalbor ganz aufregende Abenteuer, so richtig im Karl May Stil, mit
Befreiungen, Tricksereien, Rettungsaktionen, Irrungen & Wirrungen, bis der
Held endlich am Bestimmungsort angelangt ist. Mit der kampfstarken und
selbstbewussten Amazone Yiriza an seiner Seite, sowie einem dunkelhäutigen, ein
wenig an Herman Melvilles Ishmael erinnerndem Medelin folgen wir einem
sympathischen Trio auf einer phantastischen Reise durch eine rätselhafte Welt.
Yanthalbor ist ein Roman, in dem man so richtig versinken
kann, eine dieser Geschichten, die grösser sind, als das Leben, und die auf
vielfältige Weise unsere Phantasie beflügeln. Für mich jetzt schon ein
Kultbuch, welches eine Fangemeinde verdient. Auf seiner eigenen Webseite zu
Yanthalbor bietet uns Rael Wissdorf übrigens mehr Hintergründe zu Rikas, ohne
zu spoilern. Hier kann man sich Illustrationen ansehen, aber auch in einem
Glossar stöbern.
Fazit: Rikas ist eine Reise wert. Gäbe es diese Welt
wirklich, würde ich sie als Reiseveranstalterin in mein Programm aufnehmen. In
meinem Regal befindet sie sich in jedem Fall.
Angelika Pörsch
aka Angie Ling (in Second Life)
ACHTUNG!!!!
ACHTUNG!!!!
Freitag, den 15.Februar ab 20 Uhr live auf Secondradio zu hören
eine Sondersendung " Virtuell Reell“ zur Buchvorstellung
„Yantalbor“
20:00 - 20:30 Uhr „Warm up “ mit Ling &Vandyke (30 Minuten Musik
und
Interviews mit Gästen aus dem Kaffee
Krümelkram)
ab 20:30 Uhr Lesen der Autor Rael Wissdorf und Idril Amat aus
dem
Buch „Yantalbor – Ein ungewöhnliches
Abenteuer“
Links zu Yanthalbor:
http://yanthalbor.wissdorf.com
Oder auf Facebook:


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